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Heimfibel.
Zwei Entkalkerflaschen nebeneinander, eine mit einer Gefahrenraute auf dem Etikett, dahinter eine Kaffeemaschine.
Illustration, keine Fotografie eines eigenen Tests.

Kaffeevollautomat entkalken

Muss es der Entkalker des Herstellers sein? Zwei Quellen, zwei Antworten — und eine davon sagt Ihnen, wen Sie fragen sollen.

Kurz gesagt

Alle gelesenen Hersteller lassen die Maschine selbst melden, wann entkalkt wird, und schreiben ihren eigenen Entkalker vor. De’Longhi begründet das mit der Garantie: „Die Verwendung eines ungeeigneten Entkalkers und/oder die falsche Durchführung der Entkalkung kann zu Fehlern führen, die nicht von der Herstellergarantie abgedeckt" sind.

Die Verbraucherzentrale NRW sieht es von der anderen Seite: Organische Säuren „lösen ebenfalls Kalkablagerungen auf und sind biologisch vollständig abbaubar" — und wenn die Anleitung ausschließlich Sulfamidsäure nennt, „fragen Sie ihn, ob auch organische Säuren wie Milch- oder Zitronensäure geeignet sind".

Auf einen Blick
Auslöserdie Entkalkungsanzeige der Maschine
Mittellaut Hersteller: seiner · laut Verbraucherzentrale: organische Säuren möglich
Garantieungeeigneter Entkalker kann Fehler verursachen, die nicht gedeckt sind
Einwirkennur so lange wie zum Entkalken nötig
Sulfamidsäureschwer abbaubar, im Trinkwasser nachweisbar
Wenn unklarden Hersteller fragen — so rät es die Verbraucherzentrale
Die herausgenommene Brüheinheit eines Kaffeevollautomaten: dunkler Kaffeesatz im Sieb, am Wasseranschluss heller Kalk.
Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.

Schritt für SchrittKaffeevollautomat entkalken

  1. Die Entkalkungsanzeige abwarten, statt nach Kalender zu entkalken.WarumJede gelesene Herstellerangabe knüpft den Vorgang an die Anzeige der Maschine. Wie oft sie kommt, hängt an der Wasserhärte.
  2. In der Bedienungsanleitung nachsehen, welche Säuren zugelassen sind.WarumWörtlich: „Schauen Sie in der Gebrauchsanweisung nach, welche Säuren zum Entkalken Ihrer Geräte empfohlen werden." Das ist der Schritt, den fast jede Ratgeberseite überspringt.
  3. Steht dort nur Sulfamidsäure: beim Hersteller nachfragen, ob eine organische Säure zulässig ist.WarumAuch das ist eine wörtliche Empfehlung: „Falls der Hersteller dort ausschließlich Sulfamidsäure nennen sollte, fragen Sie ihn, ob auch organische Säuren wie Milch- oder Zitronensäure geeignet sind." Sulfamidsäure „wird von den Kläranlagen nicht zurückgehalten".
  1. Im Zweifel den Entkalker des Herstellers nehmen — und wissen, warum.WarumNicht weil er besser wirkt, sondern weil mindestens ein Hersteller die Garantie daran knüpft. Das ist eine vertragliche Aussage, keine chemische.
  2. Die Lösung nur so lange einwirken lassen, wie der Vorgang dauert.Warum„Säuren sollten in Geräten wie Kaffeemaschinen und -vollautomaten nur so lange wie zum Entkalken nötig einwirken" — Materialschäden sind „immer auch eine Frage der Einwirkdauer".
  3. Den Vorgang vollständig durchlaufen lassen, samt Spülgang.WarumBei De’Longhi erlischt die Anzeige erst danach; die „falsche Durchführung" steht dort im selben Satz wie das falsche Mittel.
  4. Nach dem Spülen frisches Wasser einfüllen und den ersten Kaffee wegkippen, wenn er nach Entkalker schmeckt.WarumDas ist Erfahrung, keine Quelle — und es ist die einzige Stelle auf dieser Seite, an der wir das dazuschreiben.

GerätespezifischDer Hersteller und die Verbraucherzentrale, nebeneinander

Nur das eigene Mittel — und die Garantie„Wir empfehlen dringend die Verwendung unserer Entkalkungslösung EcoDecalk. Es ist wichtig, dass Sie nur De’Longhi-Entkalker verwenden. Die Verwendung eines ungeeigneten Entkalkers und/oder die falsche Durchführung der Entkalkung kann zu Fehlern führen, die nicht von der Herstellergarantie abgedeckt" sind.De’Longhi
Organische Säuren„Organische Säuren wie Essig-, Äpfel-, Milch- oder Zitronensäure lösen ebenfalls Kalkablagerungen auf und sind biologisch vollständig abbaubar."Verbraucherzentrale NRW
Was zu tun ist, wenn die Anleitung nur Sulfamidsäure nennt„Falls der Hersteller dort ausschließlich Sulfamidsäure nennen sollte, fragen Sie ihn, ob auch organische Säuren wie Milch- oder Zitronensäure geeignet sind."Verbraucherzentrale NRW
Warum das überhaupt eine Frage istSulfamidsäure „wird von den Kläranlagen und bei der Trinkwasseraufbereitung nicht entfernt und landet deshalb im Leitungswasser. Sie gilt nicht als gesundheitsschädlich, aber als schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung."Verbraucherzentrale NRW
Einwirkdauer„Säuren sollten in Geräten wie Kaffeemaschinen und -vollautomaten nur so lange wie zum Entkalken nötig einwirken."Verbraucherzentrale NRW
Filterkaffeemaschine — ein anderer Hersteller, eine andere Empfehlung„Für eine schonende und gründliche Reinigung empfehlen sich Entkalker auf Milch- oder Zitronensäure Basis."Melitta
Welche Säure im Entkalker des Herstellers stecktDer Hersteller macht dazu keine Angabe.De’Longhi
Ein Intervall in Wochen oder TassenDer Hersteller macht dazu keine Angabe.De’Longhi

Fehler & WarnungenFehler & Warnungen

  • GeräteschadenEinen beliebigen Universalentkalker nehmen, ohne die Anleitung gelesen zu haben. Mindestens ein Hersteller knüpft die Garantie an das Mittel.De’Longhi
  • GeräteschadenDie Entkalkerlösung „über Nacht" stehen lassen. Sie soll nur so lange einwirken, wie der Vorgang dauert.Verbraucherzentrale NRW
  • GeräteschadenDen Vorgang für beendet halten, sobald der Behälter voll ist. Eine Hersteller-FAQ beschreibt das Ende als Kette: „Es wird eine Tank befüllen Meldung erscheinen", dann Behälter leeren, spülen, „setzen Sie den Vorgang fort in dem Sie die Taste ok drücken" — und erst danach „Die Entkalkungsanzeige erlischt".De’Longhi
  • ChemieAnnehmen, „Entkalker ist Entkalker". Zwischen Sulfamidsäure und einer organischen Säure liegt für das Abwasser ein Unterschied, den die Verbraucherzentrale benennt.Verbraucherzentrale NRW

Häufige FragenHäufige Fragen

Muss es der Entkalker des Herstellers sein?
Der Hersteller sagt ja und begründet es mit der Garantie. Die Verbraucherzentrale sagt: Sehen Sie in der Anleitung nach, welche Säuren zugelassen sind — und wenn dort nur Sulfamidsäure steht, fragen Sie den Hersteller, ob auch eine organische Säure geht. Beides sind ernstzunehmende Positionen, und die zweite gibt Ihnen etwas zu tun.
Kann ich Zitronensäure nehmen?
Das hängt vom Gerät ab. Bei Filterkaffeemaschinen empfiehlt Melitta ausdrücklich Entkalker auf Milch- oder Zitronensäure-Basis. Für Kaffeevollautomaten haben wir keine Herstellerangabe gelesen, die Zitronensäure zulässt — und eine, die nur das eigene Mittel zulässt. Was in Ihrer Anleitung steht, entscheidet.
Wie oft muss ich entkalken?
Wenn die Maschine es anzeigt. Ein Intervall in Wochen oder Tassen nennt keine der gelesenen Herstellerseiten; es hängt an der Wasserhärte.
Was ist Sulfamidsäure und warum steht sie hier?
Eine Industriechemikalie, die in vielen Entkalkern steckt. Sie „wird von den Kläranlagen und bei der Trinkwasseraufbereitung nicht entfernt und landet deshalb im Leitungswasser"; gesundheitsschädlich ist sie laut Verbraucherzentrale nicht, aber schädlich für Wasserorganismen. Weitere Namen: Amidosulfonsäure, Sulfaminsäure, Sulfamic Acid.
Was passiert, wenn ich zu lange einwirken lasse?
Materialschäden sind „immer auch eine Frage der Einwirkdauer" — was genau in einem Vollautomaten passiert, sagt keine unserer Quellen, und wir malen es nicht aus.

Quellen & MethodeQuellen & Methode

Quellen

Was wir geprüft haben

Drei Dokumente, alle selbst geöffnet: die Hersteller-FAQ mit der Garantie-Aussage, die Seite der Verbraucherzentrale zum umweltbewussten Entkalken und die Melitta-FAQ. Jede Aussage oben steht dort wörtlich.

Was wir nicht geprüft haben

Wir haben nichts entkalkt und keine Maschine geöffnet. Welche Säure in einem Marken-Entkalker steckt, steht auf keiner der gelesenen Seiten. Ob ein anderer Entkalker eine Maschine wirklich beschädigt, haben wir nicht geprüft; wir geben wieder, dass ein Hersteller es sagt und die Garantie daran knüpft. Zu Siemens, Jura, Krups und Philips lag uns für diese Seite keine gelesene Angabe vor — die Anleitung Ihres Geräts ist maßgeblich.

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Veröffentlicht Geprüft Aktualisiert

Ein herausgezogener Tresterbehälter mit mehreren gepressten, noch zylindrischen Kaffeesatz-Pucks.
Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.
Ein gepresster Kaffeesatz-Puck liegt neben einem runden Sieb, in dem Kaffeereste hängen.
Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.

Wozu diese Quellen nichts sagen

De’Longhi

  • welche Säure im eigenen Entkalker steckt
  • ein Intervall

Verbraucherzentrale NRW

  • einzelne Gerätemarken
  • Garantiefolgen

De’Longhi

  • ein Intervall
  • welche Säure im eigenen Entkalker steckt
Aus den Quellenangaben dieser Seite erzeugt — nicht redaktionell zusammengestellt. Was hier steht, steht in keiner der gelesenen Quellen.