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Heimfibel.
Querschnitt durch Spülbecken und Siphon mit einem Knäuel im Bogen, daneben eine Saugglocke und eine Rohrreinigungsspirale.
Illustration, keine Fotografie eines eigenen Tests.

Abfluss reinigen

Das Umweltbundesamt rät von chemischen Abflussreinigern ab — und von der beliebtesten Hausmittel-Alternative gleich mit.

Kurz gesagt

Die Empfehlung einer Bundesbehörde ist mechanisch, nicht chemisch: „Verwenden Sie mechanische Rohrreiniger wie Spirale oder Saugglocke." Auf „chemische Abflussreiniger" soll man verzichten — gemeinsam mit Desinfektionsreinigern, chlorhaltigen Sanitärreinigern und ätzenden WC-Reinigern mit anorganischen Säuren.

Und die naheliegende Ausweichbewegung fällt auf derselben Seite: Selbst angerührte Reiniger sind „kein Garant" für Unbedenklichkeit — „Essigessenz ist ätzend und kann Armaturen und andere verchromte Teile schädigen".

Auf einen Blick
EmpfohlenSpirale oder Saugglocke — mechanisch
Abgeratenchemische Abflussreiniger
Auch abgeratenEssigessenz — ätzend, greift verchromte Teile an
Erkennenätzende Mittel am Gefahrenpiktogramm
VorbeugenSieb im Ablauf, Fett nicht in den Ausguss
Aufbewahrenaußerhalb der Reichweite von Kindern
Ein Spülbeckenablauf mit herausgenommenem Siebeinsatz; im Sieb steckt ein dichter grauer Pfropf aus Haaren und Seifenresten.
Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.

Schritt für SchrittAbfluss reinigen

  1. Zuerst das Sieb und den Überlauf freimachen und die sichtbaren Haare und Reste entfernen.WarumDie meisten Verstopfungen sitzen dort, wo man mit der Hand hinkommt — und was hier herauskommt, muss kein Mittel mehr auflösen.
  2. Mit einer Saugglocke arbeiten: Überlauf zuhalten, Glocke dicht aufsetzen, mehrmals kräftig ziehen und drücken.
    Die Gummiglocke eines Saugers sitzt mittig über der Ablauföffnung eines Beckens, ringsum steht ein flacher Wasserfilm.
    Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.
    WarumDie Saugglocke ist eines der beiden Werkzeuge, die das Umweltbundesamt ausdrücklich nennt: „Verwenden Sie mechanische Rohrreiniger wie Spirale oder Saugglocke."
  3. Hilft das nicht, eine Rohrreinigungsspirale einsetzen.WarumDas zweite genannte Werkzeug. Es arbeitet dort, wo eine Flüssigkeit nur verdünnt ankommt: im Siphon und dahinter.
  1. Keinen chemischen Abflussreiniger nachschütten.WarumDie Behörde rät davon ab — in einer Aufzählung mit Desinfektionsreinigern, chlorhaltigen Sanitärreinigern und ätzenden WC-Reinigern. Und was nicht abfließt, steht danach als Lauge im Becken.
  2. Erst recht nicht mehrere Mittel nacheinander in dasselbe stehende Wasser geben.WarumÄtzende Reiniger „mit starken Säuren oder Laugen erkennen Sie am Gefahrenpiktogramm" — und die Regel aus jeder Pflegeanleitung gilt hier besonders: Reinigungsmittel niemals mischen.
  3. Auch nicht auf Essigessenz ausweichen.WarumDieselbe Behörde: „Essigessenz ist ätzend und kann Armaturen und andere verchromte Teile schädigen." Selbst angerührt heißt nicht harmlos.
  4. Vorbeugen: Sieb einlegen, Haare abfangen, Fett nicht in den Ausguss geben.
    Ein Spülbeckenablauf mit wieder eingesetztem, sauberem Siebeinsatz; das Edelstahlbecken ringsum ist trocken.
    Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.
    WarumDer Rat der Behörde zum Putzen allgemein gilt hier genauso: „Frischer Schmutz lässt sich leichter entfernen als eingetrockneter Schmutz." Im Abfluss ist das Fett, das noch flüssig ist.

GerätespezifischWas das Umweltbundesamt zu Abfluss und Reinigern schreibt

Werkzeug„Verwenden Sie mechanische Rohrreiniger wie Spirale oder Saugglocke."Umweltbundesamt
Wovon abgeraten wird„Verzichten Sie auf Desinfektionsreiniger, chlorhaltige Sanitärreiniger, ätzende WC-Reiniger mit anorganischen Säuren und chemische Abflussreiniger."Umweltbundesamt
Selbst angerührte Mittel„Ein Reinigungsmittel selbst herzustellen ist kein Garant dafür, dass es umweltfreundlich oder nicht gesundheitsgefährlich ist. Beliebte Bestandteile von DIY-Reinigern wie Orangenöl oder Essigessenz sind zum Beispiel nicht zu empfehlen."Umweltbundesamt
Essigessenz„Essigessenz ist ätzend und kann Armaturen und andere verchromte Teile schädigen."Umweltbundesamt
Orangenöl„Orangen(schalen)öl enthält Limonene, welches Allergien auslösen kann."Umweltbundesamt
Woran man ätzende Mittel erkennt„Ätzende Reiniger mit starken Säuren oder Laugen erkennen Sie am Gefahrenpiktogramm … auf dem Produkt."Umweltbundesamt
Aufbewahrung„Achten Sie auf Sicherheit und bewahren Sie Reinigungsmittel außerhalb der Reichweite von Kindern auf."Umweltbundesamt
Natron oder Soda im AbflussDer Hersteller macht dazu keine Angabe.Umweltbundesamt
Wann ein Fachbetrieb nötig istDer Hersteller macht dazu keine Angabe.Umweltbundesamt

Fehler & WarnungenFehler & Warnungen

  • Gefahr für Mensch und TierEinen chemischen Abflussreiniger einfüllen. Das Umweltbundesamt rät ausdrücklich davon ab — und was nicht abfließt, steht anschließend als ätzende Lauge im Becken.Umweltbundesamt
  • Gefahr für Mensch und TierZwei Mittel nacheinander in dasselbe stehende Wasser geben. Ätzende Reiniger mit starken Säuren oder Laugen erkennt man am Gefahrenpiktogramm — und mischen darf man sie nie.Umweltbundesamt
  • ChemieAuf Essigessenz ausweichen, weil sie „natürlich" ist. Sie ist ätzend und schädigt Armaturen und verchromte Teile.Umweltbundesamt
  • Gefahr für Mensch und TierReinigungsmittel offen unter der Spüle stehen lassen — dort, wo Kinder hinkommen.Umweltbundesamt

Häufige FragenHäufige Fragen

Was hilft wirklich bei einem verstopften Abfluss?
Nach dem Umweltbundesamt: mechanische Hilfsmittel — „Spirale oder Saugglocke". Die chemische Variante steht bei derselben Behörde auf der Liste dessen, worauf man verzichten soll.
Und Natron mit Essig — der Klassiker?
Zu genau dieser Kombination sagt unsere Quelle nichts. Sie sagt aber etwas über die eine Hälfte: „Essigessenz ist ätzend und kann Armaturen und andere verchromte Teile schädigen", und selbst angerührte Reiniger sind „kein Garant" für Unbedenklichkeit. Wir empfehlen das Rezept deshalb nicht — und behaupten auch nicht, es funktioniere nicht.
Warum sind chemische Abflussreiniger ein Problem?
Die Behörde nennt sie in einer Reihe mit Desinfektionsreinigern und ätzenden WC-Reinigern und rät zum Verzicht. Ätzende Mittel erkennen Sie am Gefahrenpiktogramm auf der Flasche. Was das Rohr nicht freimacht, bleibt als Lauge im Becken stehen — mit dem nächsten Werkzeug arbeiten Sie dann darin.
Wann muss ein Fachbetrieb ran?
Dazu sagt unsere Quelle nichts, und wir denken uns keine Grenze aus. Wenn Spirale und Saugglocke nichts bewirken und mehrere Abläufe gleichzeitig betroffen sind, liegt das Problem ohnehin nicht mehr im Siphon.

Quellen & MethodeQuellen & Methode

Quellen

Was wir geprüft haben

Die Seite des Umweltbundesamts haben wir gelesen und die Aussagen zu mechanischen Hilfsmitteln, zu den Mitteln, auf die verzichtet werden soll, und zu selbst angerührten Reinigern wörtlich übernommen.

Was wir nicht geprüft haben

Wir haben nichts aufgeschraubt und nichts ausprobiert. Zur bekannten Natron-Essig-Kombination im Abfluss sagt unsere Quelle nichts; wir geben nur wieder, was sie über Essigessenz sagt. Eine Anleitung für Saugglocke und Spirale steht dort nicht — die Handgriffe oben sind Handwerk und behaupten nichts über ein Produkt. Wann ein Fachbetrieb nötig ist, sagt niemand, den wir gelesen haben.

Verwandte AnleitungenVerwandte Anleitungen

Veröffentlicht Geprüft Aktualisiert

Wozu diese Quellen nichts sagen

Umweltbundesamt

  • Natron oder Soda im Abfluss
  • wann ein Fachbetrieb nötig ist
  • eine Anleitung für die Saugglocke
Aus den Quellenangaben dieser Seite erzeugt — nicht redaktionell zusammengestellt. Was hier steht, steht in keiner der gelesenen Quellen.