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Heimfibel.
Vergrößerter Querschnitt zweier Baumwollgewebe: dicht gewebtes Perkal gegen angerautes Biber.
Illustration, keine Fotografie eines eigenen Tests.

Bettwäsche waschen

40 oder 60 Grad — was das Umweltbundesamt wirklich schreibt, und warum das nicht dasselbe ist wie „60“.

Kurz gesagt

Das Umweltbundesamt nennt für Bettwäsche „40 oder 60 Grad“ — aus Hygienegründen, zusammen mit Unterwäsche, Handtüchern, Servietten, Spüllappen und Textilien, die mit Haustieren in Berührung kommen.

Sind alle im Haushalt gesund und die Wäsche normal verschmutzt, ist laut derselben Quelle „keine zusätzliche Wäschedesinfektion mit Hygienespülern nötig“. Kochwäsche ist im Privathaushalt nicht erforderlich.

Auf einen Blick
Temperatur40 oder 60 °C (Umweltbundesamt)
Hygienespülerim gesunden Haushalt nicht nötig
Kochwäscheim Privathaushalt nicht erforderlich
Für die Maschine60-Grad-Gang alle zwei Wochen bzw. alle sechs Wäschen
Wechselintervallkeine Angabe in den gelesenen Quellen
Etikettnennt die Höchsttemperatur — weniger ist immer erlaubt
Ein Stapel gefalteter Bettwäsche; obenauf liegt ein auf links gedrehter Kissenbezug offen aufgeschlagen.
Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.

Schritt für SchrittBettwäsche waschen

  1. Auf dem Etikett nachsehen, welche Temperatur das Gewebe verträgt.WarumDie Zahl im Waschbottich ist eine Höchstgrenze. Was darunter liegt, ist immer erlaubt — was darüber liegt, nie.
  2. Bettwäsche bei 40 oder 60 Grad waschen.WarumSo schreibt es das Umweltbundesamt, und zwar ausdrücklich „aus Hygienegründen“ — für Bettwäsche, Unterwäsche, Handtücher, Servietten, Spüllappen und Haustiertextilien.
  1. Auf Hygienespüler verzichten, solange alle gesund sind.WarumWörtlich: „Sind alle Haushaltsmitglieder gesund und die Wäsche normal verschmutzt, ist keine zusätzliche Wäschedesinfektion mit Hygienespülern nötig.“
  2. Ist jemand im Haushalt krank, ist die Lage eine andere — dann gelten höhere Temperaturen.WarumDie zweite Quelle behandelt höhere Temperaturen genau für diesen Fall — eine Zahl dafür geben wir nicht wieder, weil wir sie nicht wörtlich gelesen haben. Für den gesunden Haushalt gilt: „Eine Desinfektion oder das Kochen der Wäsche ist nicht erforderlich.“
  3. Vollwaschmittel in Pulverform nehmen, wenn bei 60 Grad gewaschen wird.WarumSein Bleichmittel auf Sauerstoffbasis ist der Wirkstoff gegen den Biofilm in der Maschine — flüssige Waschmittel enthalten meist keines.
  4. Etwa alle zwei Wochen einen 60-Grad-Gang einplanen — auch der Maschine zuliebe.WarumDas Umweltbundesamt: „Ein 60-Grad-Waschgang alle zwei Wochen bzw. alle sechs Wäschen verhindert Bakterienbelag in der Waschmaschine.“ Der Gerätehersteller nennt für dieselbe Sache eine andere Zahl — beide stehen unten.

GerätespezifischWas die Quellen wörtlich sagen — und wo ihre Zahlen auseinandergehen

Temperatur für Bettwäsche„Unterwäsche, Servietten, Bettwäsche, Spüllappen, Handtücher und Textilien, die mit Haustieren in Berührung kommen, sollten aus Hygienegründen bei 40 oder 60 Grad gewaschen werden.“Umweltbundesamt
Hygienespüler„Sind alle Haushaltsmitglieder gesund und die Wäsche normal verschmutzt, ist keine zusätzliche Wäschedesinfektion mit Hygienespülern nötig.“Umweltbundesamt
Maschinenhygiene — die Bundesbehörde„Ein 60-Grad-Waschgang alle zwei Wochen bzw. alle sechs Wäschen verhindert Bakterienbelag in der Waschmaschine.“Umweltbundesamt
Maschinenhygiene — der Gerätehersteller„Reinigen Sie die Trommel, wenn Sie 20 Waschgänge mit einer Temperatur von 40 °C oder niedriger durchgeführt haben … mindestens aber einmal pro Jahr“ — mit dem Programm Baumwolle 90 °C und bleichehaltigem Pulvervollwaschmittel.Bosch Hausgeräte
Kochwäsche„Eine Desinfektion oder das Kochen der Wäsche ist nicht erforderlich“ — höhere Temperaturen behandelt die Seite nur für den Krankheitsfall.Umweltbundesamt
Wie oft die Bettwäsche wechselnDer Hersteller macht dazu keine Angabe.Umweltbundesamt
Linon, Renforcé, Perkal, Satin, BiberDer Hersteller macht dazu keine Angabe.Umweltbundesamt

Fehler & WarnungenFehler & Warnungen

  • Hygiene„Das Umweltbundesamt empfiehlt 60 Grad“ — das schreibt es nicht. Es schreibt „bei 40 oder 60 Grad“, und der Unterschied ist Energie, Gewebeschonung und die Genauigkeit des Zitats.Umweltbundesamt
  • ChemieIm gesunden Haushalt routinemäßig Hygienespüler zugeben. Die Behörde hält das für nicht nötig; die Verbraucherzentralen raten wegen Abwasserbelastung und Allergierisiko ausdrücklich davon ab.Umweltbundesamt
  • TextilschadenBettwäsche über der Etikett-Höchsttemperatur waschen, „damit sie richtig sauber wird“. Über die Grenze geht es nie, darunter immer.Umweltbundesamt
  • HygieneAus der Empfehlung für die MASCHINE eine für die WÄSCHE machen. Der 60-Grad-Gang alle zwei Wochen begründet die Behörde mit dem Bakterienbelag im Gerät, nicht mit der Bettwäsche.Umweltbundesamt

Häufige FragenHäufige Fragen

Bei wieviel Grad wäscht man Bettwäsche?
Das Umweltbundesamt schreibt „bei 40 oder 60 Grad“ — nicht 60 als feste Zahl. Was Ihr Gewebe verträgt, steht auf dem Etikett, und das ist eine Obergrenze.
Reichen 40 Grad wirklich?
Nach der Formulierung der Behörde ja: 40 oder 60. Sie fügt hinzu, dass im gesunden Haushalt bei normaler Verschmutzung keine zusätzliche Desinfektion nötig ist. Anders liegt der Fall, wenn jemand krank ist — dafür gibt es eigene Empfehlungen.
Brauche ich Hygienespüler?
Im gesunden Haushalt nicht. „Keine zusätzliche Wäschedesinfektion mit Hygienespülern nötig“, schreibt das Umweltbundesamt.
Und was ist mit der Waschmaschine, wenn ich immer kalt wasche?
Dafür gibt es zwei Angaben mit zwei Zahlen: Das Umweltbundesamt nennt einen 60-Grad-Gang alle zwei Wochen bzw. alle sechs Wäschen; der Gerätehersteller Bosch empfiehlt eine Trommelreinigung nach 20 Waschgängen bei 40 °C oder weniger, mindestens einmal jährlich. Wir geben beide wieder.
Wie oft sollte man die Bettwäsche wechseln?
Dazu haben wir in den gelesenen Quellen keine Angabe gefunden — und die Zahlen, die im Netz kursieren, haben wir nirgends belegt gefunden. Wir tragen deshalb keine nach.

Quellen & MethodeQuellen & Methode

Quellen

Was wir geprüft haben

Beide Seiten des Umweltbundesamts haben wir gelesen und ihre Sätze wörtlich übernommen, samt der Daten, die sie selbst tragen — die eine ist von 2020, die andere von 2015. Die zweite Zahl zur Maschinenhygiene stammt aus dem Selbsthilfeartikel des Geräteherstellers, den wir für die Schwesterseite vollständig gelesen haben.

Was wir nicht geprüft haben

Wir haben nichts gemessen und nichts getestet. Zu Linon, Renforcé, Perkal, Satin und Biber lag uns keine Quelle vor; ihre Temperaturen und ihr Schrumpfverhalten stehen deshalb nicht hier. Eine Empfehlung des Robert Koch-Instituts speziell für Haushaltswäsche haben wir nicht gefunden — die Treffer dort betreffen Infektionskrankheiten, nicht den normalen Haushalt. Und eine der beiden Behördenseiten ist elf Jahre alt; wir schreiben ihr Datum dazu, statt es zu verschweigen.

Verwandte AnleitungenVerwandte Anleitungen

Veröffentlicht Geprüft Aktualisiert

Ein Bettbezug ist auf links gedreht und flach ausgebreitet, die Nähte liegen offen.
Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.
Ein Stapel gefalteter Bettwäsche steht auf einem offenen Regalbrett.
Generiertes Bild zur Veranschaulichung. Kein Foto eines eigenen Tests.

Wozu diese Quellen nichts sagen

Umweltbundesamt

  • ein Wechselintervall für Bettwäsche
  • einzelne Gewebearten

Umweltbundesamt

  • Bettwäsche als eigene Kategorie
Aus den Quellenangaben dieser Seite erzeugt — nicht redaktionell zusammengestellt. Was hier steht, steht in keiner der gelesenen Quellen.